Der klare Blick in der Krise

Unsere neue Reihe „Salon-Gedanken zur Corona-Krise“

Unternehmenskultur ist Beziehungskultur

Ein langer, gemeinsamer Weg zum „Wir“, dem Fundament für ein stabiles Haus…

…diesen Weg sind „wir“ gemeinsam gegangen, und bis hierher haben wir es geschafft! So sind wir miteinander älter geworden…

Die Stabilität einer intakten Unternehmenskultur fordert grundsätzlich eine ethische Orientierung und Qualität, besonders in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wesentlich ist der Blick auch darauf zu richten, was im Unternehmen tatsächlich geschieht, um auch zu erkennen, dass manches nicht so optimal läuft. Die Basis dazu sind ehrliche und authentische Führungskräfte sowie ein motiviertes Team, die gemeinsame Strategien verfolgen.

Moderne Führungspersönlichkeiten sind mehr als die Intelligenz ihrer Systeme, sie fördern grundsätzlich das Fundament, also die „Seele“ des Unternehmens – ein Zusammenwirken von Energien, die das Grundgerüst für ein stabiles Haus bilden. Alle Bewohner finden hier eine Heimat, ein Wertegerüst, Vertrauen und Zuversicht in die eigene Leistungsfähigkeit.

In der ersten Etage…
…finden wir die Grundlage einer offenen Gesprächskultur, gemeinsame Strategien, empathische Zuhörer, Anerkennung, Geduld und Wertschätzung.

In der zweiten Etage…
…begegnen uns Verantwortung, Vertrauen, Wahrheit, geistiger Austausch und die Kraft, dem Stress positiv zu begegnen. Ethische Grundsätze prägen unser Miteinander. Die positive Atmosphäre im ganzen Team ist hier stimmig.

In der dritten Etage…
…bewahren wir Ruhe und gönnen uns Zeit. Ungeduld, auch mit sich selbst, ist ein Störfaktor, der uns daran hindert, Ziele zu erreichen und Werte zu erkennen. Hier wird erkannt, dass zufriedene Mitarbeiter das wichtigste Kapital des Unternehmens sind.

Im Dachgeschoss…
…finden wir Lebenserfahrung, gütige Herzen, Liebe und die Kraft, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren. Hier wird der Blick auf sich selbst wesentlich.

Auf der Dachterrasse…
…ernten wir die Befriedigung all dieser Bedürfnisse, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und einen stabilen Bezug zum Menschen. Das ist die beste Grundlage für Mitgefühl und gegenseitige Wertschätzung.

Unternehmenskultur kann nur dann zum Erfolg führen, wenn fehlende Kommunikation, Disharmonien und Unklarheiten tabu sind. Auf der Ebene sachlicher und menschlicher Kontakte und Beziehungen kann eine effektive Klarheit gewonnen werden.

Die Liebe zum Nächsten, Geduld, und die Fähigkeit ab und zu einzutauchen in die Welt eines Anderen, das ist Empathie und sie führt meist zu einer lebenslangen Verbindung – eben „wie in einer guten Ehe“, denn sie ist wie eine Brücke, die immer wieder neu gebaut werden muss!

Unternehmenskultur ist auch dann Beziehungskultur, wenn wir uns vom „Ich“ zum „Du“ und somit zum „Wir“ bewegen. Jeder Mensch sucht ein festes Fundament in seinem Leben, er sucht etwas, an dem er sich orientieren kann. Er braucht einen „Mast“ der ihn hält.

Dass diese Aspekte eine verantwortliche Kernaufgabe eines jeden Unternehmens bilden, scheint heute sehr häufig überhaupt nicht mehr geläufig zu sein oder wird gnadenlos verdrängt. Hier wären die grundlegenden Sichtweisen zu hinterfragen.

Laut vieler Studien und Aussagen steht nicht mehr nur das Produkt als Maß des Wettbewerbs im Mittelpunkt, sondern immaterielle Prozesse, die nicht am Markt erworben werden können. Hier sind die kreativen Gestaltungsströme der heutigen Führungskräfte unbedingt gefragt!

Für Ihr Interesse herzlichen Dank.

Unser Thema in der nächsten Woche lautet: „Ehrliche Führung“