Der klare Blick in der Krise

Unsere neue Reihe „Salon-Gedanken zur Corona-Krise“

Führung 2

Wie führe ich mich selbst?

Verehrte Führungskraft, in Ergänzung zu unserem Beitrag „Führung 1“ in der vergangenen Woche möchten wir zum letztgenannten „Prinzip der inneren Einstellung“ noch etwas anfügen:

Wenn Sie gegenüber Ihren Mitarbeitern Ihre persönliche Einstellung ändern bzw. ihnen auf einer empathischen Ebene begegnen, ernten Sie „unter Garantie“ als Führungskraft wesentlich mehr Anerkennung und Respekt!

Coole Auftritte und eingefrorene Gebärdensprache sind in unserer Zeit des großen Wandels nicht mehr gefragt. Jeder kennt zudem gewisse Folgen einer Selbstüberschätzung. Manche Menschen haben sie zur Weiterentwicklung genutzt, andere dagegen sich selbst überschätzt, indem sie sogar ihre Gesundheit verzockt haben.

Hier findet ein Selbstbetrug statt, wenn die Überheblichkeit sich gegen eigene Ressourcen richtet. Der Körper muss gehorchen und alle Situationen beherrschen. Wenn aber Unternehmer und Führungskräfte es weiterhin zulassen, dass ihre Hoffnungen, Stimmungen, Bedürfnisse und Ziele mit eiskalter Logik vernichtet werden, vernichtet dies ebenso innovative Chancen für das Unternehmen, gerade jetzt in der Krise mit ihrem unsicheren Ausblick in die Zukunft.

Bedenken Sie dabei, dass sich Ihre Ressourcen, Fähigkeiten und Zielorientierungen wesentlich leichter und erfolgreicher ins Berufs- und Privatleben einbringen lassen, wenn Sie sich psychisch und physisch rundum wohlfühlen. Die daraus resultierende, positive Haltung sowie Ihre gesunde Selbstreflexion werden dann ein nützlicher Leitfaden Ihres Führungsstils sein.

Zuerst ist hier Ihre Bereitschaft gefragt, zur inneren Ruhe und Gelassenheit zu gelangen. Eine Investition in die Ruhe kann für Sie persönlich und Ihre Mitarbeiter einen klareren Blick in die Zukunft bedeuten, sowie eine positivere Einstellung, ohne Selbstüberschätzung, zu Ihren eigenen Aufgaben haben.

Bedenken Sie dabei, die aus Ruhe geborenen Aktionen sind wesentlich effektiver, als die aus Druck entstandenen!

Weiterhin ist zu hinterfragen:

Wo finde ich den „Urkern meines Führungsverhaltens?
Wo habe ich ihn gelernt?
Hat mir jemand gesagt, was ich richtig oder falsch mache?
Hat sich mein Führungsverhalten einfach so entwickelt?

Grundsätzlich ist zu erkennen, dass ein Mensch durch gewisse Lebenseinflüsse geprägt wird. Prägungen entstehen besonders durch emotionale Einflüsse wie zum Beispiel durch…

  • Erziehung und Familie
  • Erlebnisse der Kindheit
  • Erbanlagen
  • Bezugspersonen
  • Schule und Ausbildung

Diese Beispiele könnten noch erweitert werden, sie haben uns alle unbewusst geprägt und unseren Charakter gebildet. Hieraus ergibt sich für jede einzelne Führungskraft die so wichtige Frage:

Was ist nun das Entscheidende an meiner persönlichen Führungsqualifikation?

Deutlich erkennbar ist hier, dass Führen aussagt, sich zuerst einmal selber führen zu können und sich dabei ganz ehrlich zu fragen:

Was muss und kann ich verbessern und was muss ich unausweichlich noch dazulernen?

Zuerst wäre zu erkennen, dass es an uns selbst liegt, wie wir wen führen. Betrachte wir dann dazu noch näher unsere Zielvorstellungen, entsteht eine Eigendynamik und spürbare Motivation. Agieren wir dann aus einer ruhigen Perspektive heraus und überprüfen unser Einstellung zu den Dingen, geht auch das Führen leichter.

Wir hoffen nicht, Sie sind der Ansicht, dass Führen grundsätzlich den Methoden und Tools entspringt. Dann wäre das ernsthaft zu hinterfragen.

Seien Sie doch ein positives Vorbild für sich selbst und Ihre Mitarbeiter und bedienen Sie sich immer wieder auch der sprachlichen Ebene, dann weisen Sie die besten Führungsmerkmale auf, die die den wertvollsten Antrieb einer Unternehmenskultur bilden.

Führung beginnt grundsätzlich immer mit den Blick auf sich selbst.
Nur das macht eine wirklich ehrliche Führung aus.

Wenns Sie Interesse haben, finden Sie hier in der nächsten Woche unseren Beitrag „Mitarbeiter, das Aushängeschild eines Unternehmens„

Für Ihr Interesse herzlichen Dank!