Lachen

Der kleine Wiesent-Salon schickt einen humorvollen Sylvestergruß!

„Lachen verbindet, Herzlichkeit lohnt sich!“

Ach, Sie haben Ihre guten, ernsthaften Vorsätze schon gespeichert und wollen diese erreichen? Na prima, dann sollten Sie zuerst das Lachen lernen, denn der eigentliche Erfolg fängt kurioserweise immer damit an, dass man die eigene Person nicht mehr so ganz ernst nimmt!

Wer sein Selbstbild ändern will, braucht viel Humor, um sich von dem „Man-muss“-Denken zu verabschieden, denn unter diesem sind wirkliche Veränderungen nicht möglich.

Da stehen wir nun unter Hochdruck vor dem Jahreswechsel, sind wahrscheinlich gestresst, gehetzt, und reflektieren das alte Jahr, in dem nicht immer alles so gut gelaufen ist. Vielleicht haben ja manche Menschen ihre guten Vorsätze für 2019 schon gespeichert.

Aber Vorsicht, sollten diese nur bis zum Dreikönigstag halten, benötigen Sie unbedingt einen „Knopf als Sicherheitsventil“ aus Zuversicht und Herzenswärme, damit Ihnen nicht doch noch vorher der Kragen platzt!

Hier hilft der „Mut zur Lächerlichkeit“ enorm, damit die gebundene Lebenskraft und Lebendigkeit wieder befreit werden kann. Lächeln Sie daher in der Sylvesternacht in sich hinein, begrüßen Sie Ihre guten Vorsätze ganz unverbindlich. Es sind Ihre Sehnsüchte und Wünsche, die sich in Ihrem Lächeln wieder spiegeln!

Tja, wenn da nicht der nächste Morgen wäre, der erste Tag im neuen Jahr. Meist stellt sich schon hier das mulmige Gefühl des „Nicht-Durchhalten-Könnens“ ein. Unerreichbar erscheinen uns die gesteckten Ziele. Jeder von uns weiß aber im Geheimen, dass der Erfolg immer mit dem ersten Schritt und einer gewissen Bereitschaft beginnt. Der Gipfel eines Turmes ist eben nur in realistischen Teilschritten zu erklimmen.

Fangen Sie daher mäßig an und überlegen Sie sich zuerst, wie Sie entspannt und achtsam Ihren Bedürfnissen auf die Spur kommen. Dabei ist es wesentlich, Ihr inneres Kind wieder zu aktivieren und sich selbst dabei eine wenig auf den Arm zu nehmen, denn vor lauter Ernsthaftigkeit und negativen Stresssymptomen fehlt vielen Menschen oft der Mut zur Selbstironie und Leichtigkeit.

Schon hieraus alleine entsteht ein Mehrwert, der zu mehr Willenskraft und Ausdauer führt. So lassen sich kurze und längerfristige Ziele besser erreichen. Wenn wir verschüttete und blockierte Lebensfreude und Leichtigkeit wieder gewinnen, so kann das Lachen und der Humor zur sprudelnden Energiequelle werden. Das Lachen assoziiert ein positives Lebensgefühl und lädt zu mehr Veränderungsbereitschaft und kreativen Lösungen ein!

Wer über sich selbst lachen kann, kommt ein Stück weg vom Stressgeschehen und den alltäglichen Konflikten des Lebens. Humor und Lachen sind ein Bindeglied der menschlichen Kommunikation, sind kulturübergreifend, öffnen Herzen und führen Menschen auf der ganzen Welt zusammen.

Eine gesundheitsfördernde und aktivierende Wirkung entwickelt sich dann, wenn mehrere Menschen miteinander lachen. So bekommen selbstgemauerte, innere Wände große Risse und gute Vorsätze haben die Möglichkeit, die inneren Blockaden tatsächlich zu überwinden und die Selbstaktivierung in Gang zu setzen.

Ein Gedanke noch von uns für Sie zum Jahreswechsel:

„Ein Kriterium menschlicher Reife ist, sich mit all seinen Verantwortungen des täglichen Lebens freudiger und humorvoller auseinander zu setzen. Nur so gelingt Veränderung, erreichen wir unsere Ziele und gewinnen die Herzen von Menschen – die beste Brücke zum Miteinander.

In der zweiten Januarwoche melden wir uns mit einem neuen Thema und freuen uns über Ihr Interesse.

Einen guten Rutsch wünscht
Der kleine Wiesent-Salon

Wir…

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die lachen, Personen, die sitzen, Tisch und Innenbereich

Wir, die Salonkultur, und die „Entschleunigung“!

Finden Sie doch genau jetzt im Moment ein paar besinnliche Minuten, um diesen Text zu lesen…

Unser Team des kleinen Wiesent-Salons, Renate und Peer, sowie die beiden „Salonschnauzen“ Gandalf und Ivette, stehen für die Salonkultur und den großen, positiven Gewinn durch die Entdeckung der Langsamkeit!

Das Salongeschehen führt für ein paar Stunden bewusst weg vom Alltäglichen, in eine ungezwungene Atmosphäre, um miteinander zu gezielten Themen ins Gespräch zu kommen. Dies lässt wirklichen Abstand finden und zur Ruhe kommen, um Neues zu entdecken.

Nur auf der Ebene der Selbstreflexion, bzw. im ehrlichen, klaren Blick auf sich selbst, lernen wir, mit den wichtigsten Kernthemen aus unserer hektischen Zeit umzugehen. Ruhe, Stille und Gelassenheit sowie achtsamer Umgang mit den eigenen Bedürfnissen sind die besten Voraussetzung dazu.

Aus unseren vorausgegangenen Beiträgen der letzten Monate wollen wir hier noch einmal zur Orientierung unsere wichtigsten Kernthemen im engen Kontext zur „Entschleunigung“ benennen:

Eine ausgewogene Kombination von auserwählten Entspannungs-, Bewegungs- und leichten Meditationsübungen, sowie emotionale Kondition, Humor, und das Erlernen der eigenen und fremden Wahrnehmung fördern den effektiven, nachhaltigen Umgang mit Stress.

Heute wird es sehr schwer sein, auch nur einen einzigen Menschen zu finden, der frei ist von Stresssymptomen und deren Folgen. „Stress“ entsteht meist durch die einseitige Belastung der Intelligenz, hier sind die Herzzonen des Kopfes blockiert, weil der heutige Mensch mehr und mehr intelligenzgetrieben, bzw. rational agiert.

Durch Entschleunigung gewinnen Menschen die eigene Fähigkeit zurück, gespannte Situationen in entspannte, wohltuende Atmosphäre zu verwandeln. Dies ist eine Kunst, die jeder bei Interesse erlernen kann. Wer Ruhe ausstrahlt, wirkt belastbar, angenehm und vertrauenswürdig. Die Umwelt traut ihm auf Grund seiner Ausstrahlung wesentlich mehr zu. Bei einem ruhigen Menschen fühlt sich jeder gut aufgehoben, Ruhe strahlt eben Vertrauen aus!

Wie wir schon in unserem Beitrag „Angst“ erwähnten, ist sie ein großer Stressfaktor, aber auch eine unserer Basisemotionen, die zu unserem Leben gehört. Viele Menschen fürchten sich heute vor unbekannten Situationen, vor Veränderungen, Prüfungen, Autoritäten oder davor, schwierigen Anforderungen nicht gerecht zu werden und zu versagen. Große Ängste erzeugen Spannungen, die unbedingt abgebaut werden müssen, denn sie können unsere Gesundheit extrem gefährden. Aus all diesen Gründen ist es sehr wichtig, Blockaden und Spannungen aufzulösen, die durch Ängste erzeugt werden.

Weiterhin erwähnen wir das Thema „Zeitdruck“ und die daraus resultierenden Stressoren, wie z.B. Hetze, Termine oder Überforderung. Um dem Zeitdruck zu begegnen und ihm die kalte Schulter zu zeigen, bleibt uns nur der Weg der kleinen Schritte hin zur Entschleunigung. Dies erfordert von uns Respekt und Disziplin, genauso wie im beruflichen Alltag. Leider haben wir in dieser stressgeplagten Zeit oft völlig vergessen, wie wichtig die Balance zwischen Be- und Entschleunigung ist.

Wir sitzen schon im immer schneller werdenden Zug der Digitalisierung, Mobilität und Wirtschaft, haben längst zu viel Beschleunigung verinnerlicht, als es unserer Gesundheit gut tut. Langsam verlernen viele Menschen unserer Gesellschaft die natürliche Fähigkeit, Impulse des Körpers wahrzunehmen, ihnen nachzugehen und die Türe zu sich selbst zu öffnen. Lernen Sie wieder, die Zwischentöne Ihres Körpers wahrzunehmen, Antworten finden wir hier genug!

Klar ist: „Stress“, „Angst“ und „Zeitdruck“ verlangen heute wieder und in Zukunft noch mehr nach Selbstkompetenz, denn dauerhafte, wirksame Lösungen werden wohl kaum von außen kommen.

Fachliche Kompetenz und persönliche Entwicklung lassen sich im Berufsleben nicht mehr trennen. Charisma, innere Ruhe und Gelassenheit, Geschick im Umgang mit Menschen und eine gesunde Intuition sind heute genauso wichtig für den beruflichen und persönlichen Erfolg wie das nötige Fachwissen. Einen wirksamen Weg dorthin kann die Fähigkeit zur Entschleunigung ebnen.

Für die unternehmensrelevanten Themen „Führung“ und „Unternehmenskultur“ ist genau diese Fähigkeit die ultimative Grundvoraussetzung für eine nachhaltige und konsequente Entwicklung.

Im unternehmerischen Sinne tragen hier besonders Führungskräfte eine große Verantwortung für sich selbst, für ihre Mitarbeiter und deren Familien sowie für Kunden und die Gesellschaft. Diese Zusammenhänge in der grundsätzlichen Verantwortung eines Unternehmens scheinen Vielen heute gar nicht mehr bewusst zu sein.

Eine starke Führungspersönlichkeit weiß, dass sie sich durch Authentizität und emotionale Kompetenz auszeichnet und die Sprache das allerbeste Instrument ist. Mitarbeiter suchen nach Werten und das besonders bei charismatischen Menschen mit Vorbildfunktion. Unternehmenskultur finden wir immer dort, wo Beteiligte etwas kultivieren wollen. Dies entsteht meist in einer menschlichen Gemeinschaft und beinhaltet den persönlichen Umgang miteinander.

Die Stabilität einer intakten Unternehmenskultur fordert grundsätzlich eine ethische Orientierung und Qualität, besonders in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Von dieser Basis hängt der Sympathiewert eines Unternehmens ab, also von ethischen Grundwerten, internen Stimmungen, gelebter Corporate Identity und stabiler, authentischer Führung.

Egal ob Chef, Mitarbeiter oder Jedermann: Wenn Menschen sich neu definieren, dann geben Sie auch ihrer Umwelt ein neues Gesicht! Fachliche Kompetenz und persönliche Entwicklung lassen sich im Berufsleben nicht mehr trennen. Charisma, innere Ruhe und Gelassenheit, Geschick im Umgang mit Menschen und eine gesunde Intuition sind heute genauso wichtig für den beruflichen und persönlichen Erfolg wie das nötige Fachwissen.

„Die beste Basis dafür finden Sie in der Ruhe, Geduld, Gelassenheit und Entspannung!“

Kurz vor dem Jahreswechsel melden wir uns zurück mit dem Thema: „Lachen verbindet, Herzlichkeit lohnt sich!“. Bis dahin wünschen wir allen Gästen und Interessenten ein wirklich „entschleunigendes“ Weihnachtsfest! Mögen Sie Ruhe und Gelassenheit finden im Kreise Ihrer Lieben!

Herzliche Weihnachtsgrüße sendet
das Team vom kleinen Wiesent-Salon

Ritual

Das Ritual – Der erweiterte Blick

„Altes“ loslassen und offen werden für „Neues“ ist eine wunderbare Wirkung des Rituals.

Schon jahrhundertelang sind rituelle Zeremonien bei den Naturvölkern ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens. Sie erfahren so Ordnung, Orientierung, Sicherheit und die Geborgenheit in der Gemeinschaft.

Der Ausdruck ihrer Emotionen aktiviert ein beständiges, engeres und kommunikatives Miteinander. Eine soziale Zusammengehörigkeit wird besonders durch den gemeinsamen Tanz entwickelt, ebenso ein Solidaritätsgefühl für diverse Lebensbereiche.

Gerade in der heutigen, hektischen Welt könnte das Ritual Menschen sowie Unternehmen dazu verhelfen, mehr Kreativität und Vitalisierung zu erfahren. Stimmungen würden positiv beeinflusst sowie der Zusammenhalt aktiviert.

Wir befinden uns nun in der Adventszeit. Sie ist ein geeigneter Zeitpunkt nachzudenken, zu reflektieren und vielleicht zu erkennen, dass mit mehr Solidarität, Respekt und Wertschätzung uns allen vieles besser gelingt.

Wir alle, auch Sie, sind soziale Wesen, deren Zusammenwirken oft von Ritualen bestimmt wird, die wir auch unbewusst inszenieren. Wir erfahren so Halt und erleben einen wohltuenden Gleichklang im Miteinander.

Die Entwicklung des Rituals hält spürbar wieder Einzug, auch in Unternehmen. Es wird wieder, so wie es vor langer Zeit schon einmal war, mehr inszeniert, besonders bei Bewerbungsgesprächen, z.B. in einem Café statt in einem Büro. Auch bei anderen, innerbetrieblichen Ereignissen, wie Beförderungen und Verabschiedungen, sind rituelle Zeremonien wieder aktuell.

Weniger erquickend sind Meetings und zu strukturierte, sachliche Besprechungen. Sie ziehen sich nicht selten in die Länge, sind sehr ermüdend und oft auch sehr langweilig und nicht zufriedenstellend. Wird in einem Meeting keine Gesprächskultur gefördert, endet dies meist in einem sinnlosen „Gewafe“. Ändern Sie daher die Routine Ihrer Meetings in ein kreatives Arbeiten miteinander!

„Rituale fördern den Zusammenhalt, stärken das Wir-Gefühl und führen zu Innovationen!“

Liebe Unternehmer, Führungskräfte und alle Interessierten, bedenken Sie: Der Mensch, Sie, Ihre Mitarbeiter, ich und alle andere Menschen suchen festen Boden unter den Füßen. Sie alle wollen klar sehen. Sie suchen etwas, an das sie fest glauben können. Sie suchen Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit eines Partners, besonders auch die der Führungskräfte oder der Geschäftspartner.

Die Weihnachtszeit ist ideal dafür geeignet, nicht nur strukturiert zu denken und zu handeln, sondern etwas zu tun, was das Herz erwärmt und öffnet, was wiederum die Wahrnehmung und Wachheit füreinander fördert, sowie neue Ideen und Innovationen aktiviert. So kann das Ritual zu einer positiveren Lebenshaltung beitragen. Betreten Sie daher den Pfad des Rituals und setzen Sie dabei Ihrer Phantasie keine Grenzen!

„Wir wünschen Ihnen allen eine besonders besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und genießen Sie den Wechsel des Jahres mit stillen Momenten und vitalisierender Lebensfreude!“

In der nächsten Woche verabschieden wir uns mit einer kleinen Reflexion unserer Themen und freuen uns, wenn Sie noch einmal hier vorbeischauen.

Nach Weihnachten melden wir uns zurück mit dem Thema: „Lachen verbindet, Herzlichkeit lohnt sich!“

Kreativität

Die wertvolle Ressource „Kreativität“

Das Lockern von Kontrolle und Zensur im Kontext mit logischer Intelligenz und strategisch kultivierter Emotion.

Das Zulassen der Spannungsfelder „Beziehungen“ und „konstruktive Kritik“ für ein inspirierendes Klima.

Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit…

Die große Frage: Was ist sie und wie können wir sie für uns persönlich und für unser Unternehmen gewinnen? Bevor ich darauf eingehe, möchte ich etwas Grundsätzliches voranstellen:

Echte Kreativität ist keine künstlerische Besonderheit. Sie ist kein mystischer Geist, sondern eine in jedem Menschen natürlich angelegte Gestaltungskraft und Erfindungslust.

Sie ist auch ein intensiveres „Ich-Erleben“, sprich eine individuelle Empfindung, der plötzliche Funke, die Eingebung, das intuitive (Bauch-) Gefühl. Zudem ist sie die Fähigkeit etwas ohne Anreize aus sich selbst heraus entwickeln zu können, verknüpft mit dem natürlichen Bedürfnis sich auszudrücken.

Praktisch gesehen ist Kreativität das oft nicht leichte Verlassen von festen Wegen, Denk- und Wahrnehmungsgewohnheiten, also die individuelle Fähigkeit zu Perspektivenwechsel und Problemlösungen, was schon in der Evolution seinen Ursprung hatte, z.B. in der Höhlenmalerei vor ca. 18000 Jahren.

Hier drückten die Menschen sich, ihre Erlebnisse und Emotionen, als Überlebensstrategie in Form von Szenerien an den Wänden aus. So fanden sie letztlich zum Wert des sozialen Zusammenhaltes und des Individuums – der Ursprung und Motor für echte, natürliche Kreativität!

Aus ihr ging alles hervor, was jemals in unserer Welt neu geschaffen wurde. Sie bietet die unbezahlbare Möglichkeit, Wert und Potenzial von Vorhandenem zu erkennen und dieses durch unkonventionelle Blickwinkel neu zu kombinieren.

Dazu gehört aber auch das Strategielose: Das intuitive Tun, das Ausprobieren, der Fehler, der Umweg. Hier liegt auch der Wert z.B. für Unternehmen: Gerade heute ist Kreativität als elementarer, kostbare Basis für Innovationen wieder dringend gesucht. Aber wie gelingt das wirklich nachhaltig?

Das ist gar nicht so einfach, denn sie ist ein schwer greifbares Phänomen. Zahlreiche kreative Techniken können dabei hilfreich sein, sind jedoch nicht ausreichend, denn echte Kreativität ist die Mixtur „Verstand – Emotion – Erfahrung“, ein natürlicher Drang, sich spontan auszudrücken und eine Offenheit und Wachheit sich selbst und der Umwelt gegenüber. Methoden sind also keine alleinige Grundlage für ein inspirierendes, kreatives Klima, in dem echte Kreativität wirklich gedeihen kann!

Sie lässt sich fördern, aber kaum erzeugen, künstlich aufsetzen, simulieren, kontrollieren, messen oder rein kognitiv abrufen, wie wir es vielleicht als planende Strategen liebend gerne hätten. Kreativität ist bei weitem nicht bloß eine Kompetenz, die wir in fordernden Situationen spontan entwickeln können. Sie zeigt sich oft erst in der Distanz, in unerwarteten Momenten, abseits des Arbeitsalltags. Ich würde sie zudem nicht nur als Fähigkeit bezeichnen, sondern vor allem als persönliche Grundhaltung und völlig natürliche Lebenskompetenz.

Was braucht es noch?

Authentisches Interesse, individuelle Wertschätzung, Hineinversetzen in Andere, zwischenmenschliche Kommunikation, Sinnhaftigkeit, Abstand und Freiraum für Individualität und Verantwortung, Mut etwas in Frage zu stellen, sich von Mainstream und Konventionen zu lösen, etwas anders zu machen. Ebenso mehr Mut zur Persönlichkeit und Selbstverantwortlichkeit sowie die Bereitschaft, sich auch selbst zu führen und nicht nur führen zu lassen.

Das klingt schwierig!? Wie lässt sich denn nun ein grundlegendes Klima dafür schaffen?

Es gibt in der heutigen Arbeitswelt elementare „Kreativitätskiller“, wie z.b. negativer Stress, ständiger, Zeitdruck, Systemhörigkeit, Methodik, Angst, Druck, fehlende Werte und Ziele, mangelnde Kommunikation und unfähige Führungsqualität. Zudem kann man Kreativität nicht verordnen oder wie einen Umhang überstreifen. Man braucht die Bereitschaft des Einzelnen, sie auch für sich selbst zuzulassen und zu entwickeln, und zwar auf alle Lebensbereiche übergreifend.

Hier sei auch gesagt, dass Unternehmen umdenken müssen, indem sie sich darauf konzentrieren, wie man Kreativität bestmöglich geschehen lässt, als nur nach effektiven Werkzeugen oder Methoden zu suchen, um sie irgendwie unter Kontrolle zu bekommen. Aber so geht es leider nicht. Man holt sie sich nicht, sondern sie kommt von ganz alleine!

Dass hier die grundlegenden Instrumente „Führung“, „Kommunikation“ und „Unternehmenskultur“ gemeint sind, dürfte die logische Schlussfolgerung sein. Das aber jeder Einzelne, ob Führungskraft oder Mitarbeiter auch selbst mehr gefragt ist, wohl noch nicht, denn es klingt auch irgendwie unbequem und unstrukturiert. Und das gefällt nicht Jedem.

Ineffizienz oder fehlende Lust sind nicht die Hauptverursacher für mangelnde Kreativität, sondern viele Führungskräfte aktivieren nur sehr begrenzt die eigenen, instinktive Kräfte und die Ihrer Mitarbeiter, mit denen Sie lediglich sich und Andere nur weiter unter Druck setzen, um Leistung und Konkurrenz stand zu halten.

Die eigentliche, individuelle Urkraft „Kreativität“ wird so nicht genutzt und das notwendige Spannungsfeld, in dem Gedachtes und Gefühltes ausgedrückt werden kann, sind vor allem die Beziehungen untereinander, und nicht die Werkzeuge. Und dies wird oft nicht gesehen, bzw. nicht gefördert.

Grundsätzlich gilt, dass jede kreative Leistung ein Ergebnis ist aus der Verbindung logischer Intelligenz und strategisch kultivierter Emotion. Nicht jeder wird dadurch zum „Kreativen“, doch ein Unternehmensklima, das grundsätzlich inspiriert, ist die beste Basis.

Verändern Sie einmal Ihren Blickwinkel auf dieses Thema! Ein hervorragender Rahmen dafür ist das entschleunigende „Ritual“ (auch in Unternehmen), unser Thema in der nächsten Woche. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Es grüßt Sie herzlich,
Peer Bökelmann

Zeitdruck 2

Ein kleiner Nachtrag zum Thema „Zeitdruck“:

An dieser Stelle, vor dem Untergehen, wäre zu überlegen: Möchte ich ertrinken oder fälle ich lieber eine Entscheidung?

Hier ist angesagt sich zu fragen: „Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn ich mich nicht mehr selber unter Druck setze oder setzen lasse?“

Unser Tip:
Hier ist „Resilienz“ angesagt, ein Abstand-Nehmen und An-Sich-Abprallen-Lassen. Wir wissen, dass dies nicht immer und in jeder Situation so leicht umsetzbar ist.

Jedoch entwickelt sich hieraus eine physische Widerstandskraft, die neue Fähigkeiten entwickelt, Krisen zu bewältigen und diese zur persönlichen Entwicklung zu nutzen.

Durch diesen Umgang mit sich selbst entwickelt sich eine neue Selbstachtung für das eigenen Leben.

Ein gutes Gelingen wünscht
Der kleine Wiesent-Salon

Zeitdruck 1

Zeitdruck

Zeit zum Durchatmen wäre eine gesunde Alternative!

„Ich hab leider keine Zeit“, diese Aussage hören wir sehr oft.

Hier spielt der Belastungsfaktor „Zeitdruck“ wohl eine sehr große Rolle. Doppelbelastungen, Stress, Hetze, Termine, Unerledigtes, sowie der Wettlauf mit der Uhr sind enorme Stressoren, die Menschen sehr belasten.

Bitte nehmen Sie sich 3 Minuten Zeit zum Lesen.

Berufliche Überforderungen am Arbeitsplatz, mangelnde Anerkennung und fehlende Wertschätzung und Unterstützung treffen mittlerweile schon fast jeden Arbeitnehmer. Würden hier Unternehmen und Führungskräfte sich mehr für das Leistungsklima Ihrer Mitarbeiter interessieren, könnten sie erkennen, dass dies ein sehr hohes Volumen an persönlichen Sorgen ihrer Mitarbeiter aufweist.

Hier wäre anzuraten:

„Liebe Führungskraft, leihen Sie doch Ihrem Mitarbeitern ab und zu einmal Ihr Ohr!“

Schnell hören und bemerken Sie den leisen Herzschlag des Alltags, der Überforderung und der minderen Begeisterung. Wenn Sie aber Mitarbeiterbelange wegrationalisieren, drückt dies auch ihre Motivation nieder. Bedenken Sie dabei: Sind Sie als Arbeitgeber grundsätzlich kompromisslos, kostet das Ihren Mitarbeitern sehr viel Kraft und Energie. Hier sind Ermüdungserscheinungen bezüglich de Leistung vorprogrammiert – eigentlich sehr kontraproduktiv für ein Unternehmen!

Investieren auch Sie einmal persönlich in die „Ruhe“ und „setzen Ihrem Herzen ab und zu einmal eine Brille auf“, damit Sie als charismatische Führungspersönlichkeit das ausstrahlen, was Sie von Ihren Mitarbeitern erwarten:

„Ein hohes Leistungsniveau durch mehr Freude und Motivation am Arbeitsplatz“

Permanenter „Zeitdruck“ ist daher keine gute Alternative. Aus dem Begriff „Zeitdruck“ ergeben sich wesentliche Fragen:

„Welche Bedeutung hat Zeit für den einzelnen Menschen, geht er persönlich recht sorgsam mit ihr um und schützt er sie vor äußeren Zugriffen?

Verliert er eventuell durch zu wenig Eigenverantwortung kostbare Lebenszeit?

Ist es denn in unserer Gesellschaft überhaupt nicht mehr möglich, beruflich sowie persönlich durch effektives Zeitmanagement zu entschleunigen?

Müssen wir nicht besser reduzieren und verzichten lernen auf einen immer höher werdenden Lebensstandard?

Es geht wohl kein Weg daran vorbei, dass wir alle arbeiten müssen, um zu überleben und den daraus resultierenden Anforderungen gerecht zu werden. Aber können wir nicht gleichzeitig auch verzichten auf einen immer höher werdenden Lebensstandard? Macht es Sinn, nur noch für Arbeit und Wohlstand zu leben? Leben ist mehr, wo bleiben wir dann selbst?

Nach dem Motto: „Augen zu und durch“ bewältigen wohl die meisten Menschen ihre Aufgaben. Jedoch geht dabei wertvolle Lebenszeit verloren. Gesundheit, Freizeit sowie persönliche Bedürfnisse bleiben auf der Strecke. Wenn wir Zeit als wertvolles Gut begreifen, sie ganz bewusst und sinnvoll füllen, führt sie zu viel mehr Selbstvertrauen, innerer Ruhe und Gelassenheit. Das persönliche und berufliche Leistungsniveau steigt somit auf die Ebene der Ausgeglichenheit und des harmonischeren Miteinanders. Hier an dieser Stelle wäre ein Umdenken unserer ganzen Gesellschaft gefragt.

Der größte Belastungsfaktor ist eben der ständige Zeitdruck, die Doppelbelastung durch familiäre Probleme, sowie starke, berufliche Anspannungen. Hetze, Termine sowie der Wettlauf mit der Uhr sind stark niederdrückende Stressoren, die nicht wenige, arbeitende Menschen krank machen.

Mütter, Väter und auch Kinder sind vom Sog des Zeitdrucks betroffen. Viele Menschen werden durch zu lange Arbeitszeiten und der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes physisch und psychisch krank. Dies ist für das eigene Leben, dem Wohl der Familie und auch für den Arbeitgeber kein leichtes Unterfangen.

Hetzte, Hektik und negativer Stress gehören heute schon fast zur Normalität. Wir jagen vom Bett zum Frühstückstisch „oft auch ohne Frühstück“, rasen dann zur Kita oder zur Schule, führend den Hund aus und anschließend noch schnell zu den zu pflegenden Eltern und dann zum Meeting oder ins Büro. Da wir keine Zeit zum Kochen haben, bleibt die Genusskultur auch auf der Strecke.

Fragt uns denn niemand, ob wir das alles so wollen, können oder verkraften? Viele Fragen quälen dabei, besonders wenn familiäre Probleme auftauchen, z.B. wenn ein Kind erkrankt oder generationsbedingt die alten Eltern Unterstützung brauchen. Die daraus resultierenden Fehlzeiten am Arbeitsplatz sollten aber nicht zu Konflikten führen, sondern ein wirklich guter Arbeitgeber muss sich diesen so wichtigen und auch gesellschaftlich neuen Anforderungen stellen.

Wenn Mitarbeiter immer wieder überfordert sind, weil neben ihren beruflichen Aufgaben noch Pflichten in persönlichen Lebensbereichen bestehen, sind sie einem sehr starken „Zeitdruck“ ausgesetzt. Kraftreserven werden so aufgebraucht und der Akku ist einfach leer. Es entsteht eine Mischung aus emotionaler, physischer und mentaler Erschöpfung. Die Folgen dieser ständigen Überforderungen sind ja bekannt, ich will sie hier nicht mehr aufführen.

Wir wissen alle, dass die digitale und moderne Arbeitswelt krank machen kann, Führungskräfte inbegriffen. Lösungen sind wenige in Sicht, aber da fast jeder Mensch ausgestattet ist mit eigener Willenskraft und der Freiheit, jederzeit etwas in Eigenregie gegen Überforderungen zu unternehmen, werden sich Ruhe, Ausgeglichenheit und Klarheit wieder einstellen.

Die Eigenverantwortung eines Mitarbeiters, bzw. eines jeden Menschen, inklusive der Hilfeleistung des Arbeitgebers, können dazu führen, dass mehrere Probleme gelöst bzw. entschärft werden.

Das Fazit daraus wäre:

Alle haben durch gute Lösungen einen Nutzen. Gesundheit und Leistungsniveau finden sich so auf einer Ebene aus Ruhe und Gelassenheit wieder. Dies ist auch die Grundlage für een inspirierendes Arbeitsklima und echte Kreativität – unser neues Thema in der nächsten Woche.

Wir freuen uns über Ihr

Angst

Angst – ein großer Stressfaktor und ein hilfreicher Begleiter!

„Wo die Angst ist, da ist Dein Weg“

Angst gehört zu den Urphänomenen des Menschseins. Jeder Mensch hat sie schon einmal erfahren und jeder kennt das Gefühl, wenn der Körper in eine unbehagliche Spannung gerät. Das Herz beginnt zu rasen, der Atem stockt, man ist wie gelähmt.

Dies sind ganz natürliche Symptome, die uns zum schnellen Handeln auffordern. Denken Sie dabei an die Kampf- und Fluchtreaktionen. Angst bringt uns aus einem relativ entspannten Zustand in einen Zustand der Erregung, bereit, gegen die Gefahr zu kämpfen oder vor ihr zu fliehen.

Den Menschen jedoch, die subjektiv unter ständigen Ängsten leiden, droht objektiv keine unmittelbare, physische Gefahr. Sie erzeugen diese Angst unbewusst selbst, und zwar durch ihre Vorstellungskraft. Wenn z.B. ihre Sorgen und Ängste um die Zukunft übermächtig werden, entstehen Ängste, die sogar in chronische, bzw. krankhafte Angstzustände ausarten können.

Meist sind es hier Verlustängste. Diese Menschen haben Angst, dass sie etwas verlieren oder dass ihnen etwas genommen wird: die Existenz, der Arbeitsplatz, das Leben, die Gesundheit, einen nahestehenden Menschen, das Geld, der Ruf, das Ansehen.

Wird man sich den eigenen Ängsten bewusst, verdrängt sie nicht, sondern nimmt sie als das wahr, was sie wirklich sind, dann sind sie eine große Chance zur Weiterentwicklung. Geht man ganz bewusst durch die Angst hindurch, kann sie sogar ein guter Freund werden.

Sie wissen es bestimmt genauso gut wie ich, dass Angst eine unserer Basisemotionen ist und sie zu unserem Leben gehört. Viele Menschen fürchten sich vor unbekannten Situationen, vor Veränderungen, Prüfungen, Autoritäten, usw. oder davor, schwierigen Anforderungen nicht gerecht zu werden und zu versagen.

Wenn Ängste sich wie eine schwere Last anfühlen, erzeugen sie Spannungen, die unbedingt abgebaut werden müssen. Tut man das nicht, äußern sich diese in Aggressionen, Wut, Hass, Dominanz oder körperlichen Symptomen wie z.B. physisches und psychisches Unbehagen, Magenprobleme, Bluthochdruck, u.v.m. Hier an diesem Punkt wird man zum Nachdenken und Handeln aufgefordert, damit diese Symptome schnellstens abgebaut werden können.

Fast jeder Mensch ist heute durch berufliche Überforderung, Zeitdruck und Konkurrenzkampf sehr belastet. Aufreibend und hektisch erlebt er den Berufsalltag. Dieser toxische Stress nimmt Freude an der Arbeit und animiert nicht zu Herausforderungen und zu Kreativität. Im Gegenteil, diese Angst lähmt!

Was ist hier zu tun, um das Leben wieder in einem positiven Licht wahrzunehmen?

Sie wissen ja schon, ich gebe hier keine Ratschläge über gewisse Abläufe im Unternehmensalltag, aber einige Gedanken möchte ich trotzdem gerne loswerden:

Es ist sicher nicht unbekannt, dass in sehr vielen Unternehmen, Einrichtungen und in persönlichen Lebensbereichen die Angst präsent ist, eine negative Qualität der Angst, die das ganze interne Klima vergiftet.

Was ist zu tun? Es ist ein erster, achtsamer Schritt notwendig. Stellen Sie sich der Angst und gehen Sie auf sie zu! Wenn ein Mensch der Angst ins Gesicht schaut und dabei aktiv handelt, erlangt er die Kontrolle über dieses emotionale Gefühl und sie wird sich so auflösen. Es bleibt dabei nicht aus, dass sich das oft verloren gegangene Selbstvertrauen wiederfindet.

Der leistungsbezogene Alltag erfordert unsere ganze Energie. Sie fordert aber auch auf, mit ihr hauszuhalten, um ständige Überforderungen zu vermeiden. Sorgen Sie daher dafür, dass Sie sich mit Ihrer Angst auseinandersetzen, denn angestaut richtet sie langfristig große Schäden an.

Denken Sie immer daran: „Nur was Sie kennen, können Sie verändern!“

Ich wünsche Ihnen dabei die Energie, dass Sie erkennen, dass der richtige Umgang mit der Angst Sie in bedrohlichen Situationen schützen kann. Sie kann aber auch ein Freund und Begleiter Ihres Lebens sein.

Wir freuen uns, wenn Sie in der nächsten Woche unser Thema „Zeitdruck“ interessiert!

Stress

„Leistungsfeind Stress“

Stress begleitet uns täglich im Beruf und im persönlichen Leben, er ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Er sagt uns, dass wir am Leben sind.
Beunruhigend ist Stress eigentlich nicht.

Sorgenvoll ist der toxische Stress, also das Übermaß, welches durch krankmachende Überforderungen entsteht. Dieser Stress sendet uns ganz wesentliche Warnsignale über unsere Art zu leben. Eigentlich ein positives Signal, welches auffordert, etwas zu verändern.

In meinem letzten Beitrag versprach ich, Ihnen Impulse für eine Unternehmenskultur ohne „negativen Stress“ zu geben. Durch meine Erfahrungswerte als langjährige Trainerin des Stressmanagements und der Kommunikation möchte ich das hiermit versuchen:

Wenn wir ganz ehrlich sind, leben wir doch alle in gewissen Lebensbereichen in Abhängigkeiten. Ganz einfach, wir brauchen einander. Völlige Unabhängigkeit gibt es nicht und totale Abhängigkeit wäre sehr belastend.

Daher ist der einzig vernünftige Weg zu einem langfristigen, erfolgreichen Ziel aller Beteiligten, dass es eine gegenseitige Abhängigkeit des Gebens und Nehmens geben muss. Abhängigkeit so verstanden bedeutet, dass es immer zwei Gewinner gibt.

Nach dem weit verbreiteten, negativen Prinzip „Ich verliere – Du gewinnst“, gewinnt natürlich die Unternehmensführung. Wenn es aber um die Gesundheit, also die Kultur eines Unternehmens geht, sollte dies immer im Interesse der Führung und der Mitarbeiter sein.

Damit dieses Prinzip funktioniert, muss es von einer starken Führungskraft geebnet werden. Der Kern basiert hier auf Vertrauen, es ist der Ursprung einer kreativen Zusammenarbeit.

Seien Sie auch in schwierigen Situationen oder Beziehungen grundsätzlich ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter. Reden Sie miteinander und suchen Sie nach gemeinsamen Lösungen. Nur so und nicht anders ist der Einfluss auf Andere gewährleistet. Daraus entwickelt sich für alle Beteiligten eine Motivation und Verpflichtung für wirklich erstrebenswerte, gemeinsame Ziele.

Es gibt sehr viele Techniken zur Stressbewältigung, die Lösungen versprechen. Die, die tatsächlich erstrebenswerte Inhalte bieten, haben etwas Gemeinsames: Den Anreiz zu Veränderungen.

Vielleicht fragen Sie jetzt:
Was und wie soll ich denn etwas verändern?

Sie können Ihren toxischen bzw. negativen Stress zunächst einmal durch Ihre Einstellung abbauen, so nehmen Sie dem Stress das Bedrohliche. Sie gelangen dadurch zu einer neuen Neugier gegenüber stressigen Situationen, die Sie zu einer anderen Sichtweise führen und Sie positiv beeinflussen.

Der Stress wird dann überschaubar, wenn wir ihn nicht mehr als Bedrohung empfinden, sondern uns zum Handeln verpflichten. Wir alle können unsere Lebensereignisse, sei es unternehmerisch oder persönlich, nicht kontrollieren, aber unsere Reaktionen darauf!

Bedenken Sie dabei, zeigen sich in Ihrem Unternehmen negative Aspekte, dann erarbeiten Sie sich mit allen Beteiligten eine grundlegende, neue Philosophie, damit eine fruchtende Unternehmenskultur wachsen kann. Vergessen Sie nicht, Stress gehört zum Leben, der Umgang mit ihm und Ihre Einstellung dazu erleichtern so manche Situation spürbar.

Zu sagen wäre hier noch: Verringern Sie Ihr Anspruchsniveau bezüglich Leistung und Verhalten, denn unrealistische Erwartungen in vieler Hinsicht erzeugen grundsätzlich Stress.

Ein einfaches, elementares Mittel mit großer Wirkung bezüglich der Gesundheit, Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft aller Beteiligten im Unternehmen wächst aus der Qualität des Kommunikationsverhaltens.

Stress ist ein ganz natürlicher Vorgang, mit dem sich der Körper an die Anforderungen der Umwelt anpasst. Jeder Mensch verfügt über diesen Anpassungsmechanismus, der ihn in eine gesunde Einsatzbereitschaft versetzt. Er ist nichts anderes als die Antwort des Körpers auf bestimmte Anforderungen, ein Zustand des gesunden Angepasstseins an eine Situation.

Wenn wir alle es fertig bringen, uns den Stress zum Freund zu machen, dann erkranken wir nicht mehr an ihm, behalten einen klaren Kopf und finden Lösungen im Umgang damit. Eine lohnende Investition!

Wenn Sie interessiert sind, laden wir Sie in der kommenden Woche zu unserem Thema „Angst“ ein, einer der gewaltigsten, emotionalen Stressfaktoren!
In der übernächsten Woche gehen wir auf das allumgreifende Thema „Zeitdruck“ ein und fokussieren den Leistungsgewinn aus Ruhe und Gelassenheit!

Bis dahin, es grüßt Sie herzlich,
Renate Scharrer und Peer Bökelmann

Unternehmenskultur

Unternehmenskultur ist Beziehungskultur

Ein langer, gemeinsamer Weg zum „Wir“, dem Fundament für ein stabiles Haus…

…diesen Weg sind „wir“ gemeinsam gegangen, und bis hierher haben wir es geschafft! So sind wir miteinander älter geworden…

Die Stabilität einer intakten Unternehmenskultur fordert grundsätzlich eine ethische Orientierung und Qualität, besonders in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wesentlich ist der Blick auch darauf zu richten, was im Unternehmen tatsächlich geschieht, um auch zu erkennen, dass manches nicht so optimal läuft. Die Basis dazu sind ehrliche und authentische Führungskräfte sowie ein motiviertes Team, die gemeinsame Strategien verfolgen.

Moderne Führungspersönlichkeiten sind mehr als die Intelligenz ihrer Systeme, sie fördern grundsätzlich das Fundament, also die „Seele“ des Unternehmens – ein Zusammenwirken von Energien, die das Grundgerüst für ein stabiles Haus bilden. Alle Bewohner finden hier eine Heimat, ein Wertegerüst, Vertrauen und Zuversicht in die eigene Leistungsfähigkeit.

In der ersten Etage…
…finden wir die Grundlage einer offenen Gesprächskultur, gemeinsame Strategien, empathische Zuhörer, Anerkennung, Geduld und Wertschätzung.

In der zweiten Etage…
…begegnen uns Verantwortung, Vertrauen, Wahrheit, geistiger Austausch und die Kraft, dem Stress positiv zu begegnen. Ethische Grundsätze prägen unser Miteinander. Die positive Atmosphäre im ganzen Team ist hier stimmig.

In der dritten Etage…
…bewahren wir Ruhe und gönnen uns Zeit. Ungeduld, auch mit sich selbst, ist ein Störfaktor, der uns daran hindert, Ziele zu erreichen und Werte zu erkennen. Hier wird erkannt, dass zufriedene Mitarbeiter das wichtigste Kapital des Unternehmens sind.

Im Dachgeschoss…
…finden wir Lebenserfahrung, gütige Herzen, Liebe und die Kraft, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren. Hier wird der Blick auf sich selbst wesentlich.

Auf der Dachterrasse…
…ernten wir die Befriedigung all dieser Bedürfnisse, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und einen stabilen Bezug zum Menschen. Das ist die beste Grundlage für Mitgefühl und Liebe.

Unternehmenskultur kann nur dann zum Erfolg führen, wenn fehlende Kommunikation, Disharmonien und Unklarheiten tabu sind. Auf der Ebene sachlicher und menschlicher Kontakte und Beziehungen kann eine effektive Klarheit gewonnen werden.

Die Liebe, Geduld und Fähigkeit ab und zu einzutauchen in die Welt eines Anderen, das ist Empathie und sie führt meist zu einer lebenslangen Verbindung – eben „wie in einer guten Ehe“, denn sie ist wie eine Brücke, die immer wieder neu gebaut werden muss!

Unternehmenskultur ist auch dann Beziehungskultur, wenn wir uns vom „Ich“ zum „Du“ und somit zum „Wir“ bewegen. Jeder Mensch sucht ein festes Fundament in seinem Leben, er sucht etwas, an dem er sich orientieren kann.

Dass diese Aspekte eine verantwortliche Kernaufgabe eines jeden Unternehmens bilden, scheint heute sehr häufig überhaupt nicht mehr geläufig zu sein oder wird gnadenlos verdrängt. Hier wären die grundlegenden Sichtweisen zu hinterfragen.

Laut vieler Studien und Aussagen steht nicht mehr nur das Produkt als Maß des Wettbewerbs im Mittelpunkt, sondern immaterielle Prozesse, die nicht am Markt erworben werden können. Hier sind die kreativen Gestaltungsströme der heutigen Führungskräfte unbedingt gefragt!

Unser Thema in der nächsten Woche: „Leistungsfeind Stress“.
Wir geben Impulse für eine Unternehmenskultur ohne „negativen“ Stress.

Es grüßt Sie Renate Scharrer und Peer Bökelmann

Ehrliche Führung 3

Ehrliche Führung – Teil 3

Wie führe ich mich selbst?

Coole Auftritte und eingefrorene Gebärdensprache sind in unserer Zeit des großen Wandels nicht mehr gefragt. Jeder kennt zudem gewisse Folgen einer Selbstüberschätzung. Manche Menschen haben sie zur Weiterentwicklung genutzt, andere dagegen sich selbst überschätzt, indem sie sogar ihre Gesundheit verzockt haben.

Hier findet ein Selbstbetrug statt, wenn die Überheblichkeit sich gegen eigene Ressourcen richtet. Der Körper muss gehorchen und alle Situationen beherrschen. Wenn aber Unternehmer und Führungskräfte es weiterhin zulassen, dass ihre Hoffnungen, Stimmungen, Bedürfnisse und Ziele mit eiskalter Logik vernichtet werden, vernichtet dies ebenso innovative Chancen für das Unternehmen.

Bedenken Sie dabei, dass sich Ihre Ressourcen, Fähigkeiten und Zielorientierungen wesentlich leichter und erfolgreicher ins Berufs- und Privatleben einbringen lassen, wenn Sie sich psychisch und physisch rundum wohlfühlen. Die daraus resultierende, positive Haltung sowie Ihre gesunde Selbstreflexion werden dann ein nützlicher Leitfaden Ihres Führungsstils sein.

Zuerst ist hier Ihre Bereitschaft gefragt, zur inneren Ruhe und Gelassenheit zu gelangen. Eine Investition in die „Ruhe“ kann für Sie persönlich und Ihre Mitarbeiter einen klareren Blick in die Zukunft bedeuten, sowie eine positivere Einstellung, ohne Selbstüberschätzung, zu Ihren eigenen Aufgaben haben.

Bedenken Sie dabei, „die aus Ruhe geborenen Aktionen“ sind wesentlich effektiver, als die aus Druck entstandenen!

Weiterhin ist zu hinterfragen:

Wo finde ich den „Urkern meines Führungsverhaltens?
Wo habe ich ihn gelernt?
Hat mir jemand gesagt, was ich richtig oder falsch mache?
Hat sich mein Führungsverhalten einfach so entwickelt?

Grundsätzlich ist zu erkennen, dass ein Mensch durch gewisse Lebenseinflüsse geprägt wird. Prägungen entstehen besonders durch emotionale Einflüsse wie zum Beispiel durch…

…Erziehung und Familie
…Erlebnisse der Kindheit
…Erbanlagen
…Bezugspersonen
…Schule und Ausbildung

Diese Beispiele könnten noch erweitert werden, sie haben uns alle unbewusst geprägt und unseren Charakter gebildet. Hieraus ergibt sich für jede einzelne Führungskraft die so wichtige Frage:

„Was ist nun das Entscheidende an meiner persönlichen Führungsqualifikation?“

Deutlich erkennbar ist hier, dass Führen aussagt, sich zuerst einmal selber führen zu können und sich dabei ganz ehrlich zu fragen:

„Was muss und kann ich verbessern und was muss ich unausweichlich noch dazulernen?“

Zuerst wäre zu erkennen, dass es an uns selbst liegt, wie wir wen führen. Betrachte wir dann dazu noch näher unsere Zielvorstellungen, entsteht eine Eigendynamik und spürbare Motivation. Agieren wir dann aus einer ruhigen Perspektive heraus und überprüfen unser Einstellung zu den Dingen, geht auch das Führen leichter.

Verehrte Führungskraft, wenn Sie dann noch gegenüber Ihren Mitarbeitern Ihre persönliche Einstellung ändern bzw. ihnen auf einer empathischen Ebene begegnen, ernten Sie „unter Garantie“ als Führungskraft wesentlich mehr Anerkennung und Respekt!

Ich persönlich hoffe nicht, Sie sind der Ansicht, dass Führen grundsätzlich den Methoden und Tools entspringt. Dann wäre das ernsthaft zu hinterfragen.

Seien Sie doch ein positives Vorbild für sich selbst und Ihre Mitarbeiter und bedienen Sie sich immer wieder auch der sprachlichen Ebene, dann weisen Sie die besten Führungsmerkmale auf, die die den wertvollsten Antrieb einer Unternehmenskultur bilden.

Führung beginnt grundsätzlich „immer“ mit den Blick auf sich selbst.
Nur das macht eine wirklich „ehrliche Führung“ aus.

Wenns Sie Interesse haben, finden Sie hier in der nächsten Woche unseren Beitrag „Unternehmenskultur ist Beziehungskultur“!

Es grüßt Sie herzlich,
Renate Scharrer