Urvertrauen

Unser „Urvertrauen“, als Basis guter Führung?

Die Keimzelle „soziale Kompetenz“

Eine Fähigkeit, mit Menschen fair zu kommunizieren, so dass sie sich ernst genommen und verstanden fühlen.

Urvertrauen entwickelt sich im Kleinkind-Alter ab circa dem 2. Lebensjahr. Hier bildet sich die Basis für Vertrauen und Geborgenheit. Ein Kind erfährt so durch zuverlässige Menschen wie Eltern, Großeltern, Freunde, Kindergarten, Schule und sensible Lebensphasen dieses „Urvertrauen“.

Es ist ein höchst geschätztes Gut, dass ein Kind den Menschen schenkt, die es behüten. Das daraus resultierende Selbst- und Fremdvertrauen  ist daher im späteren Berufsleben davon abhängig, dass ein Mensch eine gut funktionierende Vertrauensgeschichte aufweist.

Daher ist unsere Leistungskultur auch eine Vertrauenskultur.

Führungspersönlichkeiten sind daher auf die Vertrauensbereitschaft der Menschen, bzw. ihrer Mitarbeiter angewiesen. Umgekehrt bedarf es auch seiner Fähigkeit, den von ihm geführten Menschen zu vertrauen.

Was hat nun Führung mit Urvertrauen zu tun?

Aus dem Urvertrauen entwickelt sich ein soziales Einfühlungsvermögen, die Empathie. Daraus wiederum entwickeln sich die meisten „Wachstumschancen“ bzgl. der Führungskompetenz. Jeder Mensch, der führt, sollte diese „Grundausstattung“ besitzen.

Hier stellt sich für uns die Frage: „Nach welcher Methode werden heute in Unternehmen Beziehungen geführt?“ Leider jedoch hält uns das Suchen nach Tools und Methoden davon ab, zu erkennen, was unser eigentlicher Urinstinkt dazu sagt.

Ich behaupte klar, nach fast 40-jähriger Erfahrung im Trainingsbereich der verbalen und nonverbalen Kommunikation, dass ohne Methoden, auf eine ganz natürliche Art und Weise, mit mehr Empathie, Sanftmut, Souveränität, Fairness und Bestimmtheit wesentlich bessere Führungsergebnisse erreicht werden können.

Wenn Führungskräfte sich nicht nur auf Tools und Methoden festlegen, werden sie auch nicht blind den Menschen gegenüber, bei denen Methoden versagen.

Hierbei ist zu bedenken, dass jeder Mensch ein individuelles Wesen ist, und jede Methode oder Strategie nicht für jeden geeignet ist.

Führung sollte ganz einfach menschlicher und sanfter werden, das wäre für das Unternehmen wesentlich produktiver und für alle Beteiligten ein freudigeres Unterfangen.

Renate Scharrer, im Oktober 2017

 

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